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Chronik

Kleine Chronik der Partnerschaft mit dem Senegal

Die Vorgeschichte der Partnerschaft mit dem Senegal begann bereits 1980: Damals gründete die KLB Würzburg nach Vorbildern auf Bundes- und Landesebene einen „Entwicklungspolitischen Arbeitskreis“. 1981 reiste dann die erste achtköpfige Delegation aus Würzburg nach Kaolack. Seitdem gehören regelmäßige gegenseitige Besuche zum festen Bestandteil der gegenseitigen Beziehungen.

Wie ernst die Afrikaner die Partnerschaft nehmen, zeigt sich daran, dass der damalige Bischof Theodor Adrien Sarr bereits 1984 nach Würzburg reiste. Bischofsbesuche aus dem Senegal gibt es seitdem immer wieder: So kam Bischof Benjamin Ndiaye 2003 und 2011 nach Würzburg, pünktlich zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft. Zudem haben immer wieder unterschiedlich besetzte Delegationen aus dem Senegal das Landvolk in Würzburg besucht und etliche Priester wurden als Urlaubsvertretungen in der Diözese Würzburg eingesetzt.

Im Dürrejahr 1984 startete die KLB Würzburg eine große Hilfsaktion für den Senegal, bei der 61.668 Mark für die Menschen in der Diözese Kaolack zusammenkamen. Als 2004 eine große Heuschreckenplage das Land heimsuchte, gab es ebenso Unterstützung aus Würzburg. Im Jahr 2008 sorgte eine Nothilfe-Aktion für Nahrungsmittel und Saatgut. Zuletzt gingen 2020 unter dem Motto „Nothilfe Senegal“ über 50.000 Euro in das von der Corona-Pandemie und Missernten geschüttelte Land.

Neben vielen Begegnungen spiegelt sich die Partnerschaft auch in gemeinsamen Projekten wider. Bereits in den ersten Jahren gab es Spenden aus Würzburg für Vorhaben in den Bereichen Gartenbau, Viehzucht und Bildung. Diese Liste wurde in den folgenden Jahren immer länger. So standen z.B. 1994 die Förderung eines Gästehauses, des Kleinen Seminars und der Mädchenbildung auf dem Programm. 1995 verabschiedete die KLB Würzburg Kriterien zur Projektförderung.

1998 wurde im Senegal die Partnerorganisation MARCS (Mouvement des Adultes Ruraux Catholiques du Sénégal), eine Art Katholischer Landvolkbewegung im Senegal, ins Leben gerufen. Heute kümmert sich ein eigens eingerichtetes Komitee in Kaolack darum, dass die Spenden aus Würzburg auch sachgerecht eingesetzt werden, etwa für den Brunnenbau, für die Ausbildung von Landwirten oder für Einrichtungen für Behinderte und Straßenkinder. 

Ein Höhepunkt in der Geschichte der Partnerschaft war die Feier zum 40jährigen Bestehen im Oktober 2021. Eine Delegation aus dem Senegal mit Bischof Martin Boucar Tine an der Spitze war eine Woche in der Diözese Würzburg unterwegs und besuchte Arbeitskreise, Kreis- und Ortsgruppen. So wurde die Freundschaft zwischen den Partnern auch für die Menschen hautnah erlebbar, die bisher nicht den Senegal besucht haben.

Zu Beginn des Jahres 2025 reiste wieder eine Delegation der KLB Würzburg in den Senegal. Die achtköpfige Gruppe war zwei Wochen in der Partnerdiözese Kaolack unterwegs und besuchte zahlreiche, auch von der KLB unterstützte Projekte. Zudem traf sie mit Bischof Martin sowie Vertretern der MARCS zusammen.